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67. Westf. Schützentag in Gütersloh

Präsident Klaus Stallmann, Klaus Föste und DSB Vizepräsident Hans-Heinrich von Schönfels WB Text Carsten Borgmeier

Ein Leben für das Schützenwesen

Klaus Föste (72) aus Dreyen mit Sonderstufe des Ehrenkreuzes in Gold ausgezeichnet

Enger/Gütersloh(WB). Mit einem der höchsten Orden im deutschen Schützenwesen ist am Samstag in Gütersloh Klaus Föste aus Dreyen ausgezeichnet worden: Auf dem 67. Westfälischen Schützentag erhielt der 72-Jährige die Sonderstufe des Ehrenkreuzes in Gold.

Vor etwa 500 Delegierten des Westfälischen Schützenbundes (WSB) heftete ihm Hans-Hermann von Schönfels, Vize-Präsident des Deutschen Schützenbundes (DSB), in der Gütersloher Stadthalle das Ehrenkreuz ans grüne Revers. Zu den ersten Gratulanten gehörte Bernd Wigge (72), Landeskönig 2001, von der Schützengesellschaft Herford.

Der Vize-Präsident des DSB mit fast 1,8 Millionen Mitgliedern zeichnete am Samstagvormittag einen Schießsportler aus, der einen Großteil seines Lebens dem Schützenwesen widmete: Klaus Föste, der in Herford aufwuchs und 1963 seine aus Dreyen stammende Renate (72) heiratete, ist nicht nur seit 43 Jahren Vorsitzender des SV Dreyen. Mehr als 33 Jahre, von 1979 bis 2012, wirkte Föste überregional als Kreisvorsitzender. Von 1994 bis 2004 übte der gelernte Kaufmann überdies das Amt des Bezirksvorsitzenden im WSB aus.

»Nach so vielen Jahren ist es auch gut, Jüngere mal machen zu lassen«, sagte Klaus Föste am Rande des Westfälischen Schützentages. Der Dreyener ist zudem Träger des Ehrenkreuzes in Gold (1996), die Goldene DSB-Medaille erhielt er 1989, die Präsidenten-Plakette 2012. Doch nicht nur für den Senior war das Treffen in der Kreisstadt von Erfolg und Ehre gekrönt – auch sein Enkel Julius (17) darf mit einem zweiten Platz beim Landesjugendschießen zufrieden sein. Bei Familie Föste gibt es wohl niemanden ohne grüne Uniform: Sowohl Ehefrau Renate als auch die beiden Söhne Frank (53) und Ralf (52) sind als Schützen aktiv. Klaus Föste, der beim SV Dreyen 1969 und 2009 als König regierte, schätzt die erforderliche Ausgeglichenheit des sportlichen Schießens. »Wenn ich treffen will, muss ich erstmal runterkommen«, beschreibt der Kreis-Ehrenvorsitzende seine Leidenschaft für das Luftgewehr.

Bezirkskönigsschießen 2016

Foto: Korinna Klute von links Bezirkskaiser Rüdiger Eichhorn, Bezirksschülerkönigin Celina Ludwig Bezirksjugendkönig Nina Grünewald und Bezirkskönig Maximilan Eichhorn

Bezirksmajestäten in Enger proklamiert!

Im Rahmen des Bezirkskönigsschießen in Enger (SK Herford) wurden die neuen Bezirkskönige ausgeschossen.

Insgesamt 106 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nahmen auf der Schießsportstätte der SG Enger an diesem Wettbewerb teil.

Beim Bezirkskönigsschießen war Maximilian Eichhorn vom SV Auf´s Blatt Hahlem (SK Minden) mit 208,2 Ringen gegen 49 Mitbewerber der glückliche Sieger.

Bezirksjugendkönigin wurde Nina Grünewald (SK Minden), die sich mit 208,4 Ringen gegen 25 Konkurrenten durchsetzte.

Bezirksschülerkönigin wurde Celina Ludwig (SK Minden)  mit 204,9 Ringen von insgesamt 15 Teilnehmern.

Die Proklamation im Jugendbereich nahm der Bezirksvorsitzende Ulrich Brünger am Samstag an der Sportstätte der SG Enger vor.

Die Inthronisierung des neuen Bezirkskönigs wurde im Rahmen der Feierstunde auf der Delegiertenversammlung der Bezirkes 3 in der Aula des Widukind Gymnasiums durch Ulrich Brünger und Burkhard Kemena vorgenommen.

Bezirksdelegiertentag 2016

Die Delegiertenversammlung des Bezirks 6 Ostwestfalen und Lippe hat in Enger einen neuen Vorstand gewählt.

Für seine Verdienste wurde nach 12 Jahren im Amt dem scheidenden Bezirksvorsitzende Ulrich Brünger gedankt und die Ehrenmitgliedschaft verliehen. Zum Nachfolger wurde Burkhard Kemena (SK Minden) gewählt. Seine Stellvertreter sind Reinhard Große-Wächter und Edith Taake beide vom (SK Gütersloh). Zum Bezirksgeschäftsführer wurde von den Delegierten Thorben Stevener gewählt. Zum neuen Sportleiter wählten die Delegierten Michael Quittschau (SK Bielefeld) und zu seinen Stellvertretern wurden Ralf Eikenhorst (SK Lübbecke und Sigrid Busche (SK Gütersloh) gewählt.

Als weitere Tagesordnungspunkte standen die Berichte aus den verschiedenen Abteilungen auf dem Programm. Im vergangenen Jahr hat der Bezirk 3 eine positive Entwicklung bei den Mitgliederzahlen zu verzeichnen gehabt. Insgesamt sind 870 neue Mitglieder im Bezirk hinzugekommen, berichtete Ulriche Brünger in seinem Jahresbericht. Diese verteilten sich auf die 242 Vereine des Bezirks, die insgesamt etwa 30 000 Mitglieder umfassten. Eine erfreuliche Entwicklung, bedenke man, das die allgemeine Tendenz weg von der verbindlichen Mitgliedschaft in einem Verein gehe, sagte Ulrich Brünger.

Wichtiger Programmpunkt der Delegiertenversammlung waren die Ehrungen verdienter Mitglieder durch den Präsidenten des Westf. Schützenbundes, Klaus Stallmann.

Mit dem Ehrenzeichen des Westf. Schützenbundes in Silber wurde Heinrich Berenbrinker (BSV Verl-Bornholte-Sende) und mit dem Ehrenzeichen des Westf. Schützenbundes in  Gold wurde Edith Taake (SK Gütersloh) und Gerhard Lorenz (SK Minden) ausgezeichnet.

Die Präsidentenplakette in Silber erhielten Gerhard Marquard (SV Oldinghausen) und Reinhard Kruse (Sichere Hand am Waldesrand Südfelde). Die Präsidentenplakette in Gold erhielt Wolfgang Nentwig (SV Dreyen).

Die „Kölner Medaille“ erhielten:
Heinz Beckord (SV Brackwede), Reinhold Güse (SG Dalbke), Fritz Bringezu (SV Kattenstroth), Karl-Heinz Gerste (SV Kattenstroth), Gudrun Kramer (SV Pavenstädt), Renate Venherm (SV Pavenstädt), Konrad Runge (BSV Verl-Bornholte-Sende), Gerhard Schierbaum (SV Dreyen), Hans-Werner Bosholt (SV Dreyen), Werner Brakensiek (SG Enger), Hans-Herbert Tiemann (SG Enger), Klaus Stratmann (SG Enger), Gerda Ostermöller (SG Ennigloh), Klaus-Werner Steinkühler (SV Herford-Radewig), Eckhard Lefhalm (SG Hiddenhausen), Wilfried Lübbert (SV Oldinghausen), Bernd Bergmeyer (SG Eilshausen), Meinhardt Oesterhaus (Detmolder Schützengesellschaft), Werner Fink (SV Zur Scheibe Nordhemmern-Detzkamp), Werner Krause (SV Frohsinn Lahde), Jürgen Damerau (SV Sicheres Ziel Haddenhausen), Margrit Wiech (SG Minden-Nordstadt), Wolfgang Koppe (»Sichere Hand am Waldesrand« Südfelde), Friedrich Engelking (SV Eiche« Döhren), Günter Hatmann (SV Waidmannsglück Wülpke), Herbert Blöbaum (Bürgerschützenverein Werste), Alfred Kulinna (SV Oppenwehe Sportschützen), Friedhelm Eilmes (SV Oppenwehe Sportschützen), Roland Ramsberg (SV Fabbenstedt), Günter Nordhoff (SV Haldem), Dieter Hohlt (SV Westrup) und Erika Schiplock (SV Frotheim).

Die Helmut-Wellhöner-Medaille wurde Frauke Opitz (SK Herford) und Rüdiger Eichhorn (SK Minden) verliehen.

Zum Sportschützen des Jahres wurde Volker Busse (SK Lippe) gewählt.

Die Bezirksjugendleitung zeichneten Michael Quittschau (SK Gütersloh) und Michael Stäube (SK Herford) für ihre Verdienste um die Jugendarbeit aus.